RDA-Wert – schon gehört?

Auf Zahnpasten steht nebst verschiedenen weriteren Informationen oft die Abkürzung RDA-Wert und daneben eine Zahl mit bis zu drei Stellen. Was hat es mit diesem Begriff auf sich?

RDA ist die englische Abkürzung für Radioactive Dentin Abrasion (deutsch: Radioaktive Dentin-Abrasivität). Aber kein Angst: damit ist nicht etwa gemaint, dass die Zahnpaste selber radioaktiv wäre. Der angegebene RDA-Wert ist vielmehr das Mass für die abtragende Wirkung (Abrasivität) der in der Zahnpaste enthaltenen Putzkörper auf das Dentin (Zahnbein, Zahnweischsubstanz). Der RDA-Wert wird ermittelt, indem das Dentin vor dem Test radioaktiv bestrahlt (markiert) wird und anschliessend ein standardisiertes Putzen (mit einer Zahnputzmaschine) stattfindet. Dannach wird mit Messinstrumenten festgestellt, wie stark die Radioaktivität des abgetragenen Materials ist, was Rückschlüsse auf die Menge des abgeriebenen Dentins ermöglicht. Die so erhaltenen Werte sind abhängig von der Grösse, Menge und Oberflächenstruktur der in den Zahnpasten enthalteten Putzkörper. Seit 1998 ist der RDA-Wert duch die DIN-Norm EN ISO 11609 festgelegt. Die Angaben auf Produkten wie eben Zahnpasten ist aber gesetzlich nicht einheitlich geregelt. Als Faustregel gilt:

RDA-Wert 0-70 gering abrasiv

RDA-Wert 70-100 mittel abrasiv

RDA-Wert 100-150 stark abrasiv

RDA-Wert 150-250 sehr stark abrasiv (schädlich)

Comments

One Response to “RDA-Wert – schon gehört?”

  1. Dr. med. Theo Saxer on február 11th, 2010 5:32 du.

    Leider ist der RDA-Wert bislang recht unbekannt und seitens der Gesetzgebung gibt es noch keine verbindliche Bestimmung, dass auch jeder Zahnpastahersteller den RDA-Wert auf der Packung anzugeben hat.

    Mit kollegialen Grüßen,
    Dr. med. Theo Saxer
    Zahnarzt in Innsbruck

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