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Freiliegende Zahnhälse

Freiliegende Zahnhälse sind hochsensibel. Es ist also kein Wunder, dass es Ihren freiliegenden Zahnhälsen mal zu heiß und mal zu kalt ist und sie schmerzempfindlich auf diese Temperaturveränderungen reagieren. Dabei ist die häufigste Ursache, dass sich das Zahnfleisch zurückbildet, was dazu führt, dass die Zahnhälse schutzlos freiliegen. Wie sich das Zahnfleisch zurückbildet, wie dadurch diese Überempfindlichkeit entsteht und was sie dagegen unternehmen können, wird in diesem Artikel geklärt.

Die Häufigkeit von freiliegenden Zahnhälsen und den damit zusammenhängenden Schmerzen ist sehr schwer abzuschätzen, da Forscher je nach Studie auf sehr unterschiedliche Ergebnisse kommen. Die meisten Untersuchungen zeigen, dass das Verhältnis wahrscheinlich zwischen 20% und 40 % liegt, in Wirklichkeit kann dieses Verhältnis aber natürlich höher oder niedriger sein als vermutet.

Grundsätzlich können freiliegende Zahnhälse aus drei unterschiedlichen Gründen auftreten, wobei jede Art dieselbe Erscheinung als Folge hat: Und zwar, dass die Zahnhälse, bestehend aus weicherem, empfindlichem Dentin, nicht mehr geschützt werden.

Einerseits gibt es dafür anatomische Ursachen:
Im Kronenteil des Zahns ist das Dentin von Zahnschmelz bedeckt, während im Wurzelteil des Zahns der sogenannte Zement für einen ausreichenden Schutz sorgt. Idealerweise gibt es eine Linie, an der sich Zahnschmelz und Zahnzement treffen. Es gibt jedoch seltene Fälle, in denen sich die beiden Deckschichten nicht berühren, sodass das Dentin frei ist, und es bereits einen oder mehrere freiliegende Zahnhälse gibt.

Andererseits können das Abnutzen und das Zurückbilden des Zahnfleisches ein Verursacher von freiliegenden Zahnhälsen sein:
Diese Erscheinung wird fachsprachlich Zahnfleischrezession genannt und im Folgenden werden kurz die Gründe für ihr Auftreten erläutert: Aufgrund des Mangels an regelmäßigem Zähneputzen bildet sich auf den Zähnen eine Filmschicht aus schädlichen Bakterien und Ablagerungen, die Plaque. Anhaltende Plaque führt zu Zahnstein, der eine der Ursachen für eine Zahnfleischrezession sein kann.

Dennoch kann es auch vorkommen, dass jemand trotz einer gründlichen Mundhygiene von einem Rückzug des Zahnfleisches betroffen ist. Diese anderen Gründe können sein:

Gingivitis

Entzündetes Zahnfleisch kann eine Immunantwort auslösen, die zu einer Abnahme der Gewebemenge im Zahnfleisch und zu einem Rückgang des Zahnfleisches führen kann. 

Erbliche Faktoren

Auch bei optimaler Putztechnik und guter Mundhygiene kann es bei genetischer Veranlagung zu freiliegenden Zahnhälsen kommen. Dünneres, brüchigeres Zahnfleischgewebe und die Zahnfleischrezession selbst können vererbt werden. Dieser Faktor betrifft einen erheblichen Anteil der Patienten.

Abnormale Stellung der Zähne

Besonders wenn sie sich relativ zum idealen Zahnbogen nach außen neigen, können sie für freiliegende Zahnhälse sorgen.

Schlechter Biss

Wenn der Biss aufgrund von Zahnverlust oder aus anderen Gründen unpassend ist und einige der Zähne einer unverhältnismäßigen Kraft ausgesetzt werden, kann es in diesem Bereich zu freiliegenden Zahnhälsen kommen.

Piercing an den Lippen oder der Zunge

Wenn das Piercing nicht an der idealen Stelle sitzt und ständig am Zahnfleisch reibt, kann es dieses irritieren, was zu einem Zahnfleischrückgang - also natürlich zu freiliegenden Zahnhälsen - führen kann.

Zahnfleischrückgang kann auch als Folge äußerer physikalischer Einwirkungen auftreten – typischerweise durch zu hartes Bürsten oder aufgrund einer zu harten Zahnbürste.

In diesem Fall kann der an freiliegenden Zahnhälsen leidende Patient noch so eine perfekte Mundhygiene und vollständig gesundes Zahnfleisch haben, es kann trotzdem zu einem Rückgang als Ergebnis übermäßiger physikalischer Einwirkungen kommen. Interessant zu beobachten ist, dass Zahnfleischrückgang vermehrt auf der linken Seite auftritt. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, üben sie beim Zähneputzen oft einen stärkeren Druck auf die linke Seite aus. Das hat dann einen entsprechenden Zahnfleischrückgang zur Folge, der dafür sorgt, dass die freiliegenden Zahnhälse unregelmäßig auftreten. Nach diesem Prinzip kommen freiliegende Zahnhälse bei Linkshändern auch vermehrt auf der rechten Seite vor. In diesem Fall kann man einen Rückgang des Zahnfleisches nicht an den Vorderzähnen, sondern an den Seiten- und Schneidezähnen beobachten.

Auch Zähneknirschen wird zu den Ursachen für Zahnfleischrückgang gezählt.

Zusammengefasst resultiert Eine Zahnfleischrezession also oft aus unangemessenem, zu kräftigem Putzen, sowie einer schlechten Mundhygiene, dies sind aber nicht die einzigen Faktoren, die zu freiliegenden Zahnhälsen führen können!

Als dritte Ursache für freiliegende Zahnhälse werden Abnutzungen des Zahnschmelzes betrachtet: Zu hartes Bürsten kann nicht nur das Zahnfleisch schädigen, sondern auch zum Abrieb des Zahnschmelzes führen. Hauptsächlich passiert das, wenn Patienten ihre Zähne mit Horizontalen Bewegungen - die dem Sägen ähneln – putzen. Des Weiteren kann die Abtragung des Zahnschmelzes durch überflüssige Säure eine Rolle spielen. Dieser Vorgang wird auch als Zahnerosion bezeichnet.

Fassen wir hier wieder zusammen: Freiliegende Zahnhälse können auf drei unterschiedlichen Arten entstehen. Zum einen, wenn es schon ursprünglich nicht mit Zahnschmelz oder Zahnzement überzogen war. Andererseits, wenn der Zahnschmelz in irgendeiner Weise abgenutzt wurde und es zu einer Zahnfleischrezession kam. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, dass der Zement, beziehungsweise allgemein die schützende Schicht des Zahns, (beispielsweise der Zahnschmelz) in irgendeiner Weise abgenutzt wurde.

Diagnose

Bei der Erklärung von empfindlichen Zähnen als Folge von freiliegenden Zahnhälsen wurde bereits erwähnt, dass man am betroffenen Zahn plötzliche, scharfe Schmerzen spürt, die nicht durch ein anderes Zahnproblem erklärt werden können. Die Diagnose sollte bestimmen, welcher Zahn von dem Problem betroffen ist und welcher Bereich des Zahns betroffen ist, um andere Zahnprobleme ausschließen zu können. Zum Beispiel kann durch Karies freigewordenes Dentin auch Zahnschmerzen verursachen, ein Zahnarzt muss also dazwischen unterscheiden und die richtige Ursache erkennen können.

Wie sollten Sie freiliegende Zahnhälse pflegen?

Um Schmerzen zu vermeiden und Ihrem Zahn möglichst wenig zu schaden, müssen Sie unbedingt darauf achten, wie Sie Ihre freiliegenden Zahnhälse pflegen. Es ist sehr wichtig, dass Sie horizontale Putzbewegungen und zu harte Zahnbürsten vermeiden. Diese setzten nämlich dem Zahnfleisch und dem Zahnhals unverhältnismäßig stark zu. Zu starke Putzbewegungen führen zu übermäßigem Dentinabtrieb, dem sogenannten „keilförmigen Defekten“. Sie sollten deshalb beim täglichen Zähneputzen unbedingt zu einer weichen Zahnbürste greifen und diese auch regelmäßig alle sechs bis acht Wochen wechseln.  

Entscheidend ist auch, dass die von Ihnen verwendete Zahnpasta eine niedrige Abrasivität aufweist. Die Abrasivität einer Zahnpasta wird mit dem RDA-Wert angegeben. RDA steht für relative (oder teilweise auch radioaktive) Dentin Abrasion. Kurz gesagt gibt dieser Wert an, wie viel Dentin von dem Putzen mit einer Zahnpasta nach einer definierten zeit abgetragen wird. Dementsprechend ist für die Pflege von freiliegenden Zahnhälsen eine Zahnpasta mit niedrigem RDA-Wert, das heißt unter 30, empfehlenswert.

Bestenfalls lassen Sie sich außerdem von Ihrem Zahnarzt oder Dentalhygienikerin die individuell für Sie richtige Putztechnik zeigen. Freiliegende Zahnhälse sind aber nicht nur überempfindlich auf Dentinabtrieb, sondern auch anfällig für Wurzelkaries. Einen wichtigen Zusatzschutz gegen Wurzelkaries bieten Fluoridspülungen, und zwar gerade dort, wo Sie mit der Zahnbürste nicht hinkommen. 

Nun stellen wir Ihnen einige hilfreiche Tipps zur Pflege ihrer freiliegenden Zahnhälse vor: 

  • Sie sollten zwei- bis dreimal täglich mindestens zwei Minuten lang Ihre Zähneputzen, allerdings natürlich sanft und mit der angemessenen Putztechnik. Um diese angemessene Technik zu erlernen, berät man Sie gerne in Ihrer Zahnarztpraxis. 
  • Um das Zähneputzen so sanft wie möglich zu gestalten, sollten Sie eine weiche Zahnbürste verwenden und auf eine wenig abrasive Zahnpasta setzten. Zur Wiederholung: Der RDA-Wert gibt Auskunft darüber, wie abrasiv die Zahnpasta ist, dieser sollte unter 30 liegen.
  • Aus hygienischen Gründen sollten sie Ihre Bürsten öfters wechseln. Spätestens wenn Sie merken, dass die einzelnen Borsten etwas abstehen, sollten sie sich eine neue Zahnbürste besorgen. 
  • Auf dem Markt existieren spezielle Mundspülungen für freiliegende Zahnhälse. Diese sind oft mit der Aufschrift „Für sensible Zähne“ gekennzeichnet. Mit solch einer Zahnspülung sollten Sie täglich mindestens einmal gut spülen.
  • Bei anhaltender Empfindlichkeit können Sie die Zahnspülung auch täglich zweimal anwenden.  
  • Greifen Sie einmal täglich zur Zahnseide, um regelmäßig die Zahnzwischenräume zu reinigen,

Vorbeugung

Nun wissen Sie bereits, wie Sie freiliegende Zahnhälse zu behandeln haben, aber natürlich gibt es auch Möglichkeiten zur Prävention. Um freiliegende Zähne vorzubeugen, sollten Sie Maßnahmen zur Vorbeugung von Zahnfleischrezession treffen. Die bereits genannten Tipps zur richtigen Mundhygiene sind natürlich auch hierbei hilfreich. Des Weiteren sollten Sie auf das Rauchen verzichten. Rauchen ist nicht nur indirekt durch eine Schwächung des Immunsystems, sondern auch auf direkter Weise schädlich für das Zahnfleisch. Daher kann eine langfristige Gesundheit des Zahnfleisches nur durch das Aufhören mit dem Rauchen erreicht werden.

Richtige Ernährung

Eine Ernährung, die reich an Zucker und kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken ist, zerstört effektiv die Zähne und die Mundgesundheit. Daher lohnt es sich, sie so weit wie möglich aus der Ernährung zu streichen. Es ist auch wichtig, Ihrem Körper genügend Nährstoffe zuzuführen. Eine ausgewogene Ernährung, die viel Vitamin C, viele Mineralstoffe wie Kalzium und eine erhebliche Menge an rohem Obst und Gemüse enthält ist deshalb sehr empfehlenswert.

Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen

Manche Krankheiten, die die Zähne und das Zahnfleisch betreffen, sind zunächst asymptomatisch und zu Hause kaum zu diagnostizieren. Und wenn der Patient merkt, dass irgendetwas nicht stimmt, ist die Krankheit meist schon sehr weit fortgeschritten. Deshalb ist es wichtig, den Zustand der Zähne regelmäßig in einer gut ausgestatteten Zahnarztpraxis kontrollieren zu lassen. Wer sich alle sechs Monate untersuchen lässt, wird sicher keine bösen Überraschungen erleben.

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