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Was können Sie gegen Zähneknirschen tun?

Unsere Kaumuskulatur ist in der Lage, den Unter- und Oberkiefer und damit das Gebiss mit großer Kraft zusammenzudrücken. Genau genommen kann die Oberfläche der Zähne mit bis zu 40 kg pro Quadratzentimeter belastet werden. Wird eine solche Kraft unkontrolliert oder nicht für das normale Kauen verwendet, dann spricht man unter anderem von Zähneknirschen. Denn in diesem Fall wirkt sie deutlich stärker auf die Zähne als beim Kauen, was fatale Folgen haben kann.

Normalerweise tritt das Zähneknirschen in der Nacht auf: Wie aus dem Nichts spannen sich die Kaumuskeln an, ziehen den Unterkiefer hoch und die Zähne beginnen gegeneinander zu reiben und zu pressen. Das Fachwort lautet dabei Bruxismus. In den meisten Fällen wird das Zähneknirschen deshalb von dem Partner entdeckt, wenn er durch das laute Geräusch, das vom Zähneknirschen verursacht wird, aufwacht.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, nämlich den Wach- und den Schlafbruxismus. Wie in der Nacht pressen auch beim Wachbruxismus die Zähne aufeinander. Das Problem tritt auch oft bei Kindern und Jugendlichen auf. Allerdings wissen viele Betroffene nichts von ihrem Zähneknirschen, denn das Aufeinanderpressen der Zähne geschieht meistens unbewusst.

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, die auftretenden Symptome von Zähneknirschen frühzeitig zu erkennen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen breiten Überblick über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Zähneknirschen.

Welche Symptome hat Zähneknirschen?

Woran erkennen Sie, dass Sie an Zähneknirschen leiden?

Anstatt einen funktionellen Zweck (beispielsweise Kauen) zu erfüllen, pressen sich beim Zähneknirschen die Zähne unwillkürlich und ohne Zweck aufeinander. Dabei können auch kauähnliche oder mahlende Bewegungen wahrgenommen werden. Häufig geschieht das in der Nacht, beim Schlafen sind nämlich die natürlichen Schutzreflexe des Körpers inaktiv.

Nicht selten dauert das Zähneknirschen bis zu 45 Minuten an. Dabei stehen Gebiss und Kiefergelenke kontinuierlich unter Druck. Infolgedessen wird der Zahnschmelz abgerieben und auch das Zahnbein (Dentin) kann freigelegt werden. Teilweise werden auch die Nervenbahnen freigelegt und Sie merken all dies in Form von schmerzempfindlichen und zunehmend porösen Zähnen.

Schlafbruxismus oder ein nächtlicher Bruxismus ist häufiger und auch schwieriger zu erkennen als ein Wachbruxismus. Wenn Sie oft müde, mit dumpfen Kopfschmerzen, Nacken-, Schulter-, oder Rückenschmerzen aufwachen, kann das darauf hinweisen, dass Sie im Schlaf mit ihren Zähnen knirschen. Auch Tinnitus oder Schmerzen in den Nebenhöhlen sind Anzeichen von Zähneknirschen. Im schlimmsten Fall warnt Sie ein gebrochener, sich bewegender oder ein fast schon „polierter“ Zahn vor dem Problem. Werden Sie in der Nacht von einem knirschenden Geräusch aus dem Mund ihres Partners wach, sollten Sie ihn über sein nächtliches Zähneknirschen sofort informieren, um schwerwiegende Probleme zu vermeiden. Umgekehrt können Sie auch Ihren Partner bitten, während Sie schlafen auf Geräusche aus Ihrem Mund zu achten, falls Sie das Gefühl haben, von Zähneknirschen betroffen zu sein.

Erwähnenswert ist auch der Unterschied zwischen Zähneknirschen am Tag und im Schlaf: Tagsüber besteht die Problematik lediglich darin, dass die Zähne sehr stark (ungefähr zehnmal stärker als beim normalen Kauen!) zusammengepresst werden. Eine mahlende Bewegung tritt hier allerdings meistens nicht auf.

Die Fachbegriffe lauten dabei wie folgt: Zentrischer Bruxismus steht für ein sehr starkes Aufeinanderpressen der Zähne, beim exzentrischen Bruxismus werden die Zähne gegeneinander gerieben, was dann auch das „Kirschgeräusch“ erzeugt.

Was sind die Ursachen von Zähneknirschen?

Bei der Suche nach der Lösung des Problems muss man eine breite Palette an möglichen Ursachen betrachten:

Einerseits sind psychische Belastungssituationen oft für Zähneknirschen verantwortlich. Private oder berufliche Überforderung und der daraus folgende Stress, Ängste und Durchschlafstörungen werden in den meisten Fällen für Zähneknirschen verantwortlich gemacht. Tatsächlich bestätigen auch wissenschaftliche Untersuchungen diese Annahme: Verschiedene Studien bestätigen einen kausalen Zusammenhand zwischen Stress und Zähneknirschen, einige zeigen auch, dass Stresshormone während des Zähneknirschens abgebaut werden. Eine neue Studie aus Israel belegt sogar den Zusammenhang zwischen einer übermäßigen Nutzung von Smartphones sowie sozialen Medien und Schlafproblemen, Zähneknirschen und Schmerzen in den Mundmuskeln.

Andererseits wird ein gestörter Zusammenbiss als Ursache für Zähneknirschen angesehen. Zu hohe Füllungen, Inlays, Brücken, Kronen und Prothesen können zu Störungen führen oder bestehende Probleme verschlimmern. Deshalb sollten bei Verdacht auf chronisches Zähneknirschen Zahnstellung, Biss, Füllungen und eventueller Zahnersatz immer genau auf Funktion und nahtloses Zusammenwirken untersucht werden. Eine Fehlerhafte Berührung der Zähne oder Probleme bei der Kieferbewegung werden durch eine Funktionsanalyse aufgedeckt.

Solch ein gestörter Zusammenbiss kann beispielsweise auftreten, wenn Sie einen Zahn verlieren: Im gegenüberliegenden Kiefer kann nun ein Zahn ungehindert weiterwachsen, da es nicht mehr auf Widerstand stößt.

Weitere Auslöser von Zähneknirschen sind der übermäßige Konsum von Nikotin, Alkohol oder Koffein, aber auch einige bestimmte Medikamente können eine Ursache sein.

Letztlich können auch Erkrankungen, wie das Syndrom der unruhigen Beine, Chorea Huntington oder das Parkinson-Syndrom Ursachen für Zähneknirschen sein.

Wieso ist Zähneknirschen so gefährlich?

Man könnte sich jetzt fragen, wieso das Aufeinanderpressen der Zähne ein großes Problem sein kann, wenngleich es beim Kaufen mehrmals am Tag passiert.

Aber ein Vergleich von einer Bewegung beim Kauen, die an sich eine halbe Sekunde dauert, mit einem aggressiven Zusammendrücken der Zähne beim nächtlichen Zähneknirschen, was im Extremfall sogar 45 Minuten andauern kann, wäre absurd.

Ersteres halten unsere Zähne perfekt aus, da Sie ohnehin auf das Kauen ausgelegt sind. Zweiteres jedoch ist ein unnatürlicher Prozess, das schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann, wenn bei der Problemlösung zögert wird.

Probleme wie Veränderungen und Schäden an den Kiefergelenken haben auch langanhaltende Symptome: durch ständiges Knirschen nutzen sich die Kanten der Frontzähne ab, die Zähne lockern sich und deren Spitzen brechen ab. Das Absplittern vorhandener Keramikverblendungen ist ebenfalls in vielen Fällen auf Zähneknirschen zurückzuführen.

Häufig klagen die Betroffenen auch über Migränebeschwerden, die als Folge von mangelnder Erholung in der Nacht auftreten.

In schwerwiegenden Fällen kann es vorkommen, dass der Betroffene aufgrund ständiger Anstrengung seinen Mund nicht richtig öffnen kann, und weil die zum Kiefergelenk gehörende Gelenkscheibe abrutschen kann, wird manchmal ein Öffnen des Mundes von einem knackenden Geräusch begleitet.

Lösungsansätze um Zähneknirschen loszuwerden

Wenn ein Zahnarzt Symptome von Zähneknirschen erkennt und daraus auf dieses Problem schließt, dann muss man sich darüber Gedanken machen, wie man die Ursachen beseitigen kann. Hierbei denkt man als allererstes an zu große Kronen oder Zahnfüllung, da man in solchen Fällen nächtliches Zähneknirschen leicht verhindern kann. Wenn dies zahnmedizinisch möglich ist, besteht der erste Schritt darin, die schlechten Füllungen, Kronen, Brücken, Prothesen oder Zahnprothesen zu reparieren, damit der Unterkiefer und der Oberkiefer des Patienten in ihre Ausgangslagen zurückkehren können.

Zwar kann Ihnen der Zahnarzt nicht immer helfen, dennoch hat er eine letzte „Wunderwaffe“ zur Hand, die effektiv gegen Zähneknirschen eingesetzt werden kann. Die Rede ist von einer Aufbissschiene. Eine Aufbisschiene besteht aus Kunststoff und schützt die Zähne effektiv vor Druck und Reibung. Leider kann es vorkommen, dass der Betroffene sich nicht an die Schiene gewöhnen kann und teilweise sogar den harten Kunststoff durchbeißt.

Obwohl die Schiene normalerweise die Symptome des Zähneknirschens lindert, beseitigt sie nicht die zugrundeliegenden Ursachen und so auch nicht den Stress. Abhilfe schaffen Entspannungsübungen wie die Progressive Muskelentspannung nach Jakobsen, Autogenes Training, Massagen oder Gesichtsgymnastik. Sie können auch die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen.

Leichtere Formen von psychologischen Beschwerden können mit Meditationstechniken gelindert werden. Auch kann es helfen, durch Beseitigung von Störfaktoren eine entspannte Atmosphäre im Schlafzimmer zu schaffen. In schwerwiegenderen Fällen benötigen Sie möglicherweise die Hilfe eines Psychologen oder Psychiaters, der eine Lösung für das Zähneknirschen bietet und die spirituellen Ursachen untersucht.

Auch Selbstkontrolle ist ein wirksames Mittel, insbesondere wenn es keinen handfesten Grund (wie z. B. zu große Kronen) für das Zähneknirschen zu geben scheint. Achten Sie tagsüber darauf, wie Sie Ihre Zähne und Kiefer halten und ob Ihre Kaumuskulatur entspannt ist. Dabei kann es helfen, einen farbigen Klebepunkt auf einen Gegenstand zu kleben, den Sie mehrmals am Tag sehen. Immer wenn Sie den Klebepunkt anschauen, überprüfen Sie, ob Ihre Kaumuskulatur angespannt ist. Bemerken Sie eine Anspannung, entspannen Sie bewusst Ihren Kiefer, indem Sie wiederholt den Mund öffnen und den Unterkiefer sanft hin und herbewegen.

Weitere Therapien für Menschen mit Zähneknirschen

Im Grunde genommen hilft alles, was die Muskulatur entspannt, gegen Zähneknirschen. So sind Akupunktur oder eine Physiotherapie gute Möglichkeiten, die Muskulatur zu behandeln.

Bei der Physiotherapie erhalten sie zusätzlich noch einige Tipps, wie sie eine schlechte Körperhaltung am Arbeitsplatz oder im Alltag erkennen und vermeiden. Solche Fehlhaltungen können nämlich über die Kopfhaltung und die Hals-Wirbelsäule die Kaumuskulatur negativ beeinflussen. Eben genannte Maßnahmen können sich zwar anfangs als hilfreich erweisen, sie bekämpfen aber nicht die vorher angesprochenen, tieferliegenden Probleme.

Fake Produkte helfen nicht gegen Zähneknirschen!

Oft finden sich im Internet zahlreiche Produkte, die eine Heilung des Zähneknirschens versprechen. Recht häufig stößt man auf spezielle Schlafkissen oder neuartige Medikamente, die neben dem Zähneknirschen auch gegen Kiefer- und Gesichtsschmerzen helfen sollen. Solche Werbeaussagen sollten sie allerdings mit einem kritischen Auge betrachten, denn auch wenn es Produkte gibt, die einen Versuch wert sein könnten, sind Wundermittel, die von heute auf morgen das Zähneknirschen beenden, bis heute nicht bekannt.

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