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Zahnerosion

Zahnerosion bezeichnet eine Form von Zahnverlust, die durch chemische Prozesse verursacht wird. Ähnlich wie dem Schnee, der auf der Bergspitze zu schmelzen beginnt, wird die Schmelzschicht kaum wahrnehmbar abgetragen, glatter und transparenter. Durch die Säure wird die Schmelzoberfläche eines Zahns aufgelöst, abgerieben und geschwächt. Der Prozess kann Jahre dauern, weshalb die Erosion auch als „langsame Zerstörung“ der Zähne bezeichnet wird. Patienten bemerken dies meist erst, wenn der Schaden bereits groß ist. In diesem Fall können die Zähne empfindlich werden. In schweren Fällen kann ein Eingriff in Form einer Füllung oder Krone erforderlich sein. Der Zahn verliert nämlich seinen Mineralstoffgehalt und seine Widerstandskraft gegen verschiedene Krankheiten.

Obwohl es widersprüchlich erscheinen mag, betrifft Zahnerosion gerade diejenigen, die auf eine gesunde Ernährung achten, also viel Gemüse, Obst und Säfte konsumieren – Lebensmittel und Getränke mit hohem Säuregehalt. Obwohl diese dem Körper im Gesamten gut tun, können sie die Zähne an sich chemisch schädigen.

Zahnerosion kann bei Personen jeden Alters auftreten. Eine globale Studie schätzt, dass die durchschnittliche Häufigkeit von Erosion bei Milchzähnen zwischen 30 % und 50 % und die durchschnittliche Häufigkeit von Erosion bei bleibenden Zähnen der Erwachsenen zwischen 20 % und 45% liegt. Eine Analyse aus dem Jahr 2015 wies darauf hin, dass 34 % von 16.600 Kindern und Jugendlichen weltweit an Zahnerosion litten. 

Wie sie sehen, handelt es sich bei Zahnerosion um ein häufiges Problem. Genau deshalb ist die frühe Erkennung wichtig, um rechtzeitig geeignete präventive Maßnahmen ergreifen zu können.

Ursachen

Die Ursachen können in zwei Kategorien eingegliedert werden. Nämlich in die Kategorie der inneren Ursachen und in die der äußeren.

Äußere Ursachen

Zahnschäden aufgrund äußerer Faktoren können aus einer Kombination von Ernährungs-, Lebensstil-Umwelt- und Berufsfaktoren resultieren, die die Zähne verschiedenen Säuren in Getränken oder Säuredämpfen in der Umgebung aussetzen. Im Klartext bedeutet das, dass säurehaltige Lebensmittel, Getränke und bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe (Zitronensäure, Phosphorsäure) genug Säuren für Zahnerosion enthalten. 

In einem gesunden Mund hilft kalziumreicher Speichel, die Zähne zu stärken, selbst wenn Sie saure Limonaden oder Säfte trinken. Wenn Sie es jedoch übertreiben und viele säurehaltige Speisen und Getränke zu sich nehmen, findet dieser Stärkungsprozess an den Zähnen nicht mehr oder nicht mehr ausreichend statt.

Immer mehr Beweise deuten darauf hin, dass der häufige Konsum von Erfrischungsgetränken, Sportgetränken und Fruchtsäften mit niedrigen pH-Werten (2,0-3,5 ???? saurer Bereich) der primäre Faktor für Zahnerosion sei. Alle Getränke mit niedrigem pH-Wert können das Erosionsrisiko erhöhen, insbesondere natürlich bei häufigem Konsum. Obwohl Weine beispielsweise von Natur aus sauer sind, werden sie häufig nicht als Risikofaktor für Erosion genannt, da sie normalerweise nicht so häufig konsumiert werden, wie Sport- und Erfrischungsgetränke. Natürlich werden die negativen Effekte noch schlimmer, wenn Sie nicht regelmäßig Ihre Zähne putzen. 

Innere Ursachen

Eine intrinische Erosion ist das Ergebnis dessen, dass Magensäure in die Mundhöhle gelangen kann und zwar so oft, beziehungsweise mit einer solchen Intensität, dass die neutralisierenden Fähigkeiten des Speichels nicht mehr ausreichen. 

Normalerweise passiert das also mehrmals in der Woche und über einen längeren Zeitraum. Die ätzende Wirkung der Magensäure kann bei verschiedenen Erkrankungen, wie die Refluxkrankheit oder bei häufigem Erbrechen, aufgrund einer Schwangerschaft oder einer Essstörung, zu Zahnerosion führen. 

Aber auch Mundtrockenheit oder eine verminderte Speichelproduktion (insbesondere im Alter) werden als Ursachen angesehen. Verlangsamt sich die Speichelproduktion, so nimmt auch die neutralisierende Wirkung des Speichels ab und saure Lebensmittel können nicht mehr so effektiv neutralisiert werden.

Alkoholismus kann bei häufigem Erbreche, oder sogar bei niedrig dosiertem, aber langfristigem Alkoholkonsum zu erosivem Zahnverschleiß führen. Die Erosion bei Personen mit Alkoholismus kann auch durch den Konsum säurehaltiger Getränke verschlimmert werden. Kleine Studien haben herausgefunden, dass zwischen 49% und 92 % der Zähne bei Personen mit Alkoholismus Anzeichen einer Erosion aufweisen. 

Medikamente können auch eine Rolle spielen. Antihistaminika, Aspirin und Vitamin-C haben einen vergleichsweise hohen Säuregehalt. 

Was sind die umweltbedingten Ursachen für Zahnerosion?

Umwelt- und Berufsrisiken sollten auch nicht außer Acht gelassen werden. Industrielle Säuren in der Luft wurden mit der Zahnerosion bei Fabrikarbeitern in Verbindung gebracht. Insbesondere in Munitions-, Batterie- und Düngemittelfabriken sind viele Säuredämpfe vorhanden. Reibung, Verschleiß, Stress und Korrosion (oder jede Kombination dieser Einwirkungen) können eine Erosion der Zahnoberfläche verursachen. Zu den weiteren klinischen Begriffen, die zur Beschreibung dieser Mechanismen verwendet werden, gehören:

  • Attrition: Eine natürliche Zahn-zu-Zahn-Reibung, die auftritt, wenn Sie mit den Zähnen pressen oder knirschen, z. B. bei Bruxismus (Zähneknirschen), der häufig unwillkürlich während des Schlafs auftritt.
  • Abrieb: Der physische Verschleiß der Zahnoberfläche, der durch zu hartes Zähneputzen, unsachgemäße Verwendung von Zahnseide, Beißen auf harte Gegenstände (wie Fingernägel, Flaschenverschlüsse oder Stifte) oder Kauen von Tabak auftritt. Hierbei ist der Kontakt also nicht zwischen zwei Zähnen, sondern zwischen dem Zahn und einem anderen Objekt.
  • Abbruch: Durch Spannungsbrüche im Zahn, wie z. B. Risse durch zu starke Belastung des Zahns.
  • Korrosion: Der chemische Prozess, wenn saure Inhaltsstoffe auf die Zahnoberfläche treffen, wie oben schon genannt unter anderem bei bestimmten Medikamenten wie Aspirin oder Vitamin-C-Tabletten, stark sauren Lebensmitteln, und häufigem Erbrechen aufgrund verschiedener Faktoren.

Verursacht Plaque eine Erosion des Zahnschmelzes?

Plaque ist der klebrige Zahnbelag, der zum größten Teil aus Speichel, Speiseresten, Bakterien besteht. Plaque bildet sich zwischen Ihren Zähnen und dringt in winzige Löcher sowie Gruben in den Backenzähnen ein. 

Manchmal wandeln die Bakterien in der Plaque Nahrungsstärke in Säuren um. Wenn dies geschieht, beginnen die Säuren in der Plaque, die gesunden Mineralien im Zahnschmelz aufzulösen. Dies führt dazu, dass sich der Zahnschmelz abnutzt und löchrig wird. Mit der Zeit nehmen die Vertiefungen im Zahnschmelz zu und werden größer. Dabei handelt es sich aber um Karies. Zwar ist das Ergebnis sehr ähnlich, der Unterschied liegt aber darin, dass an der Karies die Säure durch säurebildende Bakterien gebildet wird, Zahnerosionen aber ohne Einfluss jeglicher Bakterien entstehen.

Wie erkennen Sie eine Zahnerosion?

Die Zeichen der Zahnerosion können je nach Stadium variieren. Einige Anzeichen können sein:

  • Empfindlichkeit. Bestimmte Lebensmittel (Süßigkeiten) und Temperaturen von Lebensmitteln (heiß oder kalt) können im frühen Stadium der Zahnschmelzerosion einen Stichschmerz verursachen.
  • Verfärbung. Wenn der Zahnschmelz erodiert und mehr Dentin freigelegt wird, können die Zähne gelb erscheinen.
  • Risse: Die Kanten der Zähne werden rauer, unregelmäßiger und gezackter, wenn der Zahnschmelz erodiert.
  • Glatte, glänzende Oberflächen an den Zähnen, ein Zeichen von Mineralstoffverlust. Erodierte Zähne haben oft keine Schmelzstruktur mehr und weisen ein „geschmolzenes“ Aussehen auf.
  • Schwere, schmerzhafte Empfindlichkeit. In späteren Stadien der Zahnschmelzerosion werden die Zähne extrem empfindlich gegenüber Temperaturen und Süßigkeiten. Möglicherweise spüren Sie einen schmerzhaften Ruck, der Ihnen den Atem raubt.
  • Schalenförmige Vertiefungen erscheinen auf den Oberflächen der Zähne, und zwar genau dort wo Sie beißen und kauen.

Wenn der Zahnschmelz erodiert, ist der Zahn anfälliger für Karies. Wenn die Karies in den harten Zahnschmelz eindringt, hat sie Zugang zum Hauptkörper (Dentin) des Zahns. Kleine Hohlräume mögen zunächst keine Probleme bereiten. Aber wenn diese Hohlräume erstmal zu wachsen beginnen und tiefer in das Zahninnere eindringen, können sie die winzigen Nervenfasern berühren, was zu einem äußerst schmerzhaften Geschwür oder einer Infektion führt.

Bei einer routinemäßigen Untersuchung kann der Zahnarzt häufige Anzeichen von Zahnerosion feststellen, wie zum Beispiel die schalenförmigen Vertiefungen oder Abflachungen. Eine frühzeitige Diagnose ist in den meisten Fällen schwierig, da Patienten häufig keine klaren oder klinisch offensichtlichen Symptome haben. 

Die vier Stadien

Dank vieler Untersuchungen können wir den Fortschritt einer Zahnerosion in vier Stadien einteilen:

  • Stadium 1: kleinere äußere Schädigungen, wie ein abgeflachter Zahnschmelz oder abgerundete Flächen. Bereits hier findet oft zumindest teilweise ein Verlust der Schmelzstruktur statt.
  • Stadium 2: Hier kommen nach innen gewölbte Stellen an den Zähnen hinzu
  • Stadium 3: Allmähich wird das Dentin freigelegt. Große Flächen mit fast frei sichtbarem Dentin oder kleine Flächen mit bereits freigelegtem Dentin sind hier zu sehen
  • Stadium 4: Mehr als ein Drittel des Dentins ist schon freigelegt. Außerdem kann das innere Zahnmark schon gesichtet werden.

Vorbeugung

Da Zahnerosion zu einem immer weiter fortschreitenden und dazu noch irreversiblen Verlust von sämtlichen harten Bestandteilen des Zahns führt, liegt der primäre Fokus der Erosionsbehandlung auf der Prävention und Reduzierung, gefolgt von der Behandlung. Die klinische Behandlung umfasst typischerweise auch Änderungen des Lebensstils und der Ernährung sowie, falls erforderlich, eine Behandlung, um die Entwicklung der Erosion zu stoppen.

Um Zahnschmelzverlust vorzubeugen und die Zähne gesund zu halten, sollten Sie sie unbedingt täglich putzen, Zahnseide verwenden und mit einer fluoridhaltigen und Mundspülung spülen. Lassen Sie Ihre Zähne von Ihrem Zahnarzt regelmäßig zweimal im Jahr kontrollieren und reinigen. Daneben können Sie auch Folgendes versuchen:

  • Verzichten Sie auf stark säurehaltige Lebensmittel und Getränke wie kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, Limonaden und andere Säfte.
  • Essen Sie saure Speisen und trinken Sie saure Getränke nur zu den Hauptmahlzeiten
  • Behalten Sie solche Speisen oder Getränke nicht länger im Mund, schlucken Sie schnell oder verwenden Sie einen Strohhalm. Der Strohhalm bringt die Flüssigkeit in den hinteren Teil des  Mundes und vermeidet dadurch den Kontakt mit Ihren Zähnen.
  • Überwachen Sie Ihre Essgewohnheiten. Snacks über den Tag erhöhen das Risiko von Zahnerosion. Nach dem Verzehr von zucker- und stärkereichen Lebensmitteln ist der Mund für einige Stunden sauer. Vermeiden Sie Snacks, es sei denn, Sie können anschließend Ihren Mund ausspülen und Zähne putzen.
  • Kauen Sie zwischendurch gerne zuckerfreien Kaugummi. Kaugummi fördert die Speichelproduktion sogar bis zum 10-fachen der normalen Rate. Speichel hilft, die Zähne mit wichtigen Mineralien zu stärken. Achten Sie darauf, zuckerfreien Kaugummi mit Xylit zu wählen, da er zusätzlich Säuren in Getränken und Lebensmitteln reduziert.
  • Getränke und Speisen mit hohem Calciumgehalt senken den Ausmaß der Zahnerosion. Der Konsum von Mineralwasser ist also nicht schädlich, sondern wird sogar ausdrücklich empfohlen. Aber auch hier ist natürlich das stille Wasser besser. 
  • Beenden Sie eine Mahlzeit mit einem Glas Milch oder einem Stückchen Käse. Kalziumreiche Lebensmittel neutralisieren die Säuren.
  • Falls Ihnen in letzter Zeit aufgefallen ist, dass sie einen verringerten Speichelfluss oder einen trockenen Mund haben, sollten Sie darauf achten, mehr Wasser am Tag zu trinken. 

Achtung, zu viel Fluorid, geht das?

Ja, es ist möglich, zu viel Fluorid zu aufzunehmen. Während Fluorid nützlich ist, um Zahnerosion vorzubeugen, kann zu viel Fluorid Probleme (wie Zahnschmelzfluorose) verursachen. Solch ein Problem kann bei Kindern auftreten und verursacht Defekte in Form von weißen Flecken im Zahnschmelz.

Fazit:

Wie Sie also sehen, ist Zahnerosion ein wichtiges und kompliziertes Thema, aber auch durchaus schwierig frühzeitig zu erkennen. Deshalb empfiehlt es sich auch ohne Beschwerden zweimal im Jahr zum Zahnarzt zu gehen, weil er Erkrankungen, die ein Laie noch nicht sieht, aufdeckt, sei es eine bösartige Veränderung, Karies oder eine Zahnfleischentzündung. Der Zahnarzt kann außerdem auch den Erosionsprozess verlangsamen. Die Erosion lenkt manchmal die Aufmerksamkeit des Spezialisten auch auf andere verdeckte Krankheiten und bietet so die Möglichkeit einer frühzeitigen Untersuchung und Behandlung.

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